artist's statement

Artist Name:
Dana Pandici
Geboren:
1967 Timisoara / Romania
Lebt und arbeitet:
neben Heidelberg, Baden-Wurttemberg, Deutschland

Die reale Welt der Wirklichkeit ist nicht ersichtlich aus der bloßen menschlichen Wahrnehmung, sie scheint uns wie hinter einem vom Netz verzerrten Schleier unserer eigenen mentalen Strukturen. Meine Arbeiten zeigen meine Faszination für das menschliche Verhalten. Die Quellen meiner Bilder sind aus einer Kombination eigener Erinnerungen und meine Wahrnehmung der Wirklichkeit.

In der Serie “Being alive is a privilege - human dignity against cynicism” (Fotografie-Serie, 2012-2013) zeige ich meine Sichtweise zur Würde des Menschen. Der Anblick gefesselter und geknebelter Frauen mag für Menschen in unserer durchsexualisierten „youporn“-Welt bereits Normalität sein. Aber nicht nur für die Millionen von betroffenen Frauen – Stichwort Menschenhandel – dürfte diese ins Gesicht schreiende Ignoranz des Leidens purer Zynismus sein.

Kann einem der Anblick eines zarten, toten Kükens, das in aller Verletzlichkeit im dunklen Schwarz schwebt, kalt lassen? Das Küken ist ein Sinnbild dafür, wie kaltblutig die Menschheit Leben schafft, um es dann sofort wieder zu vernichten, wenn es keinen Bedarf dafür gibt. Ich frage mich wer uns das Recht dazu gibt?

Das Bild „Evolution – Madonna der Zukunft“ verweist auf das Thema „Klonen“. Der blutige Tierschädel, den die schöne, junge Frau auf Ihren Schoß hält, symbolisiert den Wunsch des Menschen, Leben für eigene Zwecke zu schaffen, sei es um Ersatzteile zu produzieren oder sein Ego in geklonten Nachkommen zu spiegeln.

In der Serie “Being alive is a privilege - human dignity against cynicism” möchte ich die Allgegenwart der Gewalt aufzeigen. Zum Beispiel wie die Würde von gefesselten Frauen – ob nun gefesselt an Wort oder Körper – mit Füßen getreten wird. Ich bin empört über die „moderne Art“ des Frauenhandels, wo Händler sich Hände reibend rechtfertigen, warum sie Frauen aus dem Katalog anbieten (die Frauen wollen das, sind sogar froh …). Ich bin nicht glücklich, ihnen diese zu präsentieren. Ich freue mich, wenn sie es sehen.